Münchner Woche 2011 — Review

Lieb­ha­ber wun­der­schö­ner Holz­boo­te beka­men bei der Eröff­nung der Mün­che­ner Woche im DTYC Tutz­ing glän­zen­de Augen, als sie die gepfleg­ten Schmuck­stü­cke tra­di­ti­ons­rei­cher Boots­manns­kunst zu Gesicht beka­men. Nach der Begrü­ßung durch den Zwei­ten Vor­stand des DTYC, Vol­ker Reeh und Ste­fan Mauch, Nor­bert Wag­ner und unse­ren Kom­mo­do­re Dr. Ste­fan Frau­en­dor­fer, erläu­ter­ten Ernst Wun­der und Ste­phan Fischer die vier geplan­ten Wett­fahr­ten. Durch­ge­führt wird die Tra­di­ti­ons­ver­an­stal­tung vom Deut­schen Tou­ring YC Tutz­ing, den Münch­ner YC, den YC Pos­sen­ho­fen und der Baye­ri­schen Tra­di­ti­ons­klas­sen­ver­ei­ni­gung. Die Mün­che­ner Woche gehört zu den größ­ten Events mit klas­si­schen Yach­ten und Jol­len im süd­deut­schen Raum. Am ers­ten der drei Regat­ta­ta­ge ging jedoch nichts zusam­men: Zuerst lief die Sturm­war­nung und es zogen meh­re­re Gewit­ter mit Wind­stär­ken bis sie­ben Beau­fort über den See, dann reg­ne­te es hef­tig, anschlie­ßend schlief der Wind ein. So muss­ten die 47 Besat­zun­gen, ein­ge­teilt in fünf Grup­pen, bis zum nächs­ten Tag war­ten. Bei ein bis drei Beau­fort ließ Wett­fahrt­lei­ter Ernst Wun­der dann am zwei­ten Tag hin­ter­ein­an­der drei Wett­fahr­ten segeln, davon eine bei Nord­west­wind und zwei mit Süd­wind. Die Grup­pen wur­den in drei Starts auf die Rei­se geschickt.

Sou­ve­rän segel­ten Josef Thalmair/Bodo Weismann/Dr. Micha­el Lohner/Thomas Abt bei den zehn gestar­te­ten 40er Schä­ren­kreu­zern vor­aus und ver­buch­ten drei ers­te Plät­ze. Kom­mo­do­re Dr. Ste­fan Frauendorfer/Dr. Ger­da Frauendorfer/Gerhard Heuberger/Martin Bitt­ner lagen eben­falls sicher auf Rang zwei. Bei­de Teams gehö­ren dem DTYC Tutz­ing an. Eng ging es bei den drei­zehn Dra­chen zu. Nach drei Wett­fahr­ten lagen Chris­ti­an Hemmerich/Francisca Viermann/Jörg Sarzio/Andreas Gründ­o­bler vom DTYC punkt­gleich mit ihren Club­ka­me­ra­den Micha­el Tarabochia/Hans Müller/Marco Tarabochia/Valentin Mül­ler an der Spit­ze.

In der Yard­stick­grup­pe I führ­te bei acht Tra­di­ti­on­s­yach­ten der Öster­rei­cher Wolf­gang Jöbs­tl vom UYC Wör­ther­see mit sei­nem Team auf 5,5‑R-Yacht vor den Tutz­in­gern Klaus Nebel/Ralf Nebel/Klaus Kris­ten auf 30er Jol­len­kreu­zer.

Bei den 14 Yach­ten der Yard­stick­grup­pe II führ­ten Timon Gruber/Karola Gru­ber vom DTYC auf H‑Jolle vor Klaus Steinlein/Klaus Wenselowsky/Gerd Stein­lein auf 15er Jol­len­kreu­zer. Nach einem Grill­abend gab es am zwei­ten Tag zu spä­ter Stun­de ein beein­dru­cken­des Feu­er­werk.

Nach dem ein­set­zen­den West­wind schick­te am letz­ten Tag Wett­fahrt­lei­ter Ste­phan Fischer vom Yacht­club Ambach aus die Boo­te auf die Lang­stre­cke.

Bei den 40er Schä­ren­kreu­zern änder­te sich an der Spit­ze nichts mehr. Josef Thal­mair sieg­te vor Dr. Ste­fan Frau­en­dor­fer, Gesamt­drit­te wur­den Hel­mut Fischer/Sven Föhring/Kai Michels/Konstantin, alle vom DTYC.

Ganz eng wur­de es am Ende in der Grup­pe der Holz­dra­chen: Das Team GER-775 J. Höhl/C. Nordhoff/St. Höhl (DTYC/MYC) gewann die Lang­stre­cke mit 5,5 Minu­ten Abstand (gese­gel­te Zeit) vor dem Dra­chen “Salo­me” (Dres. Tittel/MYC). Letzt­end­lich sieg­te Micha­el Tara­bo­chia mit sei­nem Team punkt­gleichch vor Dr. Mario Stock/Dr. Klaus Burger/Wolfgang Finckh. Gesamt­drit­te wur­den Chris­toph Jung/Rainer Nothhelfer/Birgit Dopat­ka (DTYC). Chris­ti­an Hem­me­rich fiel auf Platz fünf zurück. In der Yard­stick­grup­pe I segel­te Klaus Nebel noch an Wolf­gang Jöbs­tl vor­bei und beleg­te vor ihm Gesamt­rang eins. Auf Gesamt­rang drei plat­zier­ten sich Nor­bert Wagner/Volker Reeh/Dr. Chris­ti­an Voeth, DTYC. Klar vor­aus vor dem übri­gen Feld waren in der Yard­stick­grup­pe II Timon Gru­ber vor Klaus Stein­lein. Nur zwei Punk­te trenn­ten die nächs­ten vier Yach­ten. Gesamt­drit­ter wur­de schließ­lich der Öster­rei­cher Ingo Hopf­gar­ten mit sei­nem Team auf einer B2. Kon­kur­renz­los segel­ten bei den Spi­rit Tra­di­ti­ons­klas­sen Franz Donaubauer/Riedinger/Thomas Kohl­schovs­ky vom WV Fraueninsel/WC Chiemsee/DTYC über den Kurs, da sie kei­nen Geg­ner hat­ten.

Nach der von Moni­ka Nebel char­mant vor­ge­nom­me­nen Preis­ver­tei­lung wur­de die gelun­ge­ne Mün­che­ner Woche im DTYC bei bes­ter Stim­mung und vie­len ange­reg­ten Gesprä­chen unter den begeis­ter­ten Teil­neh­mern noch lan­ge gefei­ert.

Foto und Text: Chr. Nord­hoff  — bes­ten Dank dafür

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.